Die SRB in den letzten Jahren

Seit einiger Zeit ist es auf dieser Website sehr ruhig gewesen, das heißt aber nicht dass es uns nicht mehr gibt. Wir hatten nur leider keine Kapazitäten mehr für diese Arbeit.

Mittlerweile gibt es jedoch regelmäßige News auf unserem Mastodon-Account (https://dresden.network/@srb) und wir wollen uns bemühen auch diese Seite wieder regelmäßiger zu bespielen.

Was haben wir also die letzten Jahre so gemacht?

Es gab mehr als 10 Wanderungen, welche wir größtenteils komplett überarbeitet, oder sogar neu entwickelt haben. Die neueren Touren behandeln zum Beispiel das ehemalige Naturfreundehaus Königstein-Halbestadt (https://gedenkplaetze.info) und dessen Geschichte, sowie Frauen, welche in unterschiedlichen Widerstandsformen aktiv waren. Die Touren waren häufig sehr gut besucht, bis zu 60 Menschen bei einer Tour.

Ebenfalls schafften wir es uns regelmäßig um unseren Patengipfel zu ‚kümmern‘, sprich diese zu putzen und so das Klettern an diesem tollen, familienfreundlichen Gipfel langfristig möglich zu machen.
Wir schafften es auch noch ein weiteres Klettertraining zu organisieren, welches sich wieder großer Beliebtheit erfreute und viele wissbegierige Menschen zusammenbrachte. Diesmal waren wir rund um den Wartturm unterwegs.

Außerdem haben wir die Freund:innenschaft zur Bakuninhütte (https://bakuninhuette.de) bzw. deren Vereinsmitgliedern vertieft, stehen regelmäßig im Austausch und helfen uns gegenseitig bei Veranstaltungen.


Es folgten auch noch Vernetzungstreffen, Gedenkklettern am Bahnhofswächter und Friedensturm, sowie viel gemeinsame Zeit mit liebgewonnenen alten und neuen Freund:innen in diversen Hütten und auf vielen Gipfeln in der Sächsischen Schweiz.

Lediglich unsere Langlauftour bei Altenberg konnten wir noch nicht wiederholen – der Schnee war bisher leider nicht auf unserer Seite. Wir hoffen aber auf den kommenden Winter.

Falls ihr regelmäßige News von uns mitbekommen wollt, schreibt uns gern eine Mail oder checkt unseren SRB-Mastodon-Account.

In diesem Sinne – Berg frei,
eure SRB

Die SRB im ersten Quartal 2023: Gedenken und Vernetzung

Auch im ersten Quartal 2023 waren wir wieder vielseitig unterwegs. Neben Bergsport stand dabei v.a. wieder das antifaschistische Gedenken im Vordergrund.

Am 27. Januar besuchten wir mit 9 Bergfreund:innen das Gelände des ehemaligen KZ Außenlagers Schwalbe III in Porschdorf. 7 von uns bestiegen den Gipfel Bahnhofswächter, der den Nazi-Schergen mutmaßlich als KZ-Wachturm diente. Dort hinterlegten wir einen Infotext über die NS-Verbrechen, hinterließen einen Gedenkeintrag und Blumen. Danach besichtigten wir auch die restlichen Überreste des Lagers. Leider mussten wir dabei feststellen, dass der Sachsenforst erneut Grünverschnitt an sensiblen Gedenkorten abgelagert hat.

Aufstieg zum Bahnhofswächter
Gipfelfoto Bahnhofswächter
Wieder kam ein Gedenkeintrag ins Gipfelbuch

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Vernetzungsbrunch und Konzert + Diskussion zu gescheiterten Wende-Utopien

Am 25. September kamen auf der Kulm in Weißig ca. 35 Leute zusammen um sich zu vernetzen und zu diskutieren. Los ging es ab 14 Uhr mit einem vielfältigen Buffet. Eine halbe Stunde später tauschten sich die meisten darüber aus wer sie sind, wo sie wohnen und was ihre Verbindung zum Elbsandsteingebirge ist. Dabei konnten wir wieder viele neue Menschen kennen lernen und für zukünftige Vorhaben zusammen bringen. Ab 15:30 Uhr begann das Programm des Berliner Künstlers Paul Geigerzähler https://geigerzaehler.bandcamp.com/ “Vollende die Wende”. Mit Erzählungen, Flugblattausschnitten und Erinnerungen der Anwesenden reflektierten wir die Aufbrauchstimmung der Jahre 89/90, ihr Ersticken zwischen Übernahme des westdeutschen Kapitalismus und den “Baseball-Schläger-Jahren” der Neo-Nazis und die Auswirkungen auf die rechten Großmobilisierungen heute. Dabei diskutierten wir konkrete Lösungsansätze und Konzepte wie FAU, Mietshäusersyndikat, Kollektivbetriebe-Föderation und solidarische Landwirtschaft und wie wir diese unseren Nachbar:innen und Kolleg:innen bekannter machen können. In einem zweiten Block von Geigerzählers Programm überwogen danach die musikalischen Darbietungen und nach allerlei Gesprächen, dem Austausch von Emailadressen und dem Schmieden von Ideen für die nächsten Monate brach schließlich unter dem Klang der Fidel die Nacht über herein und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Es war wieder mal ein toller Vernetzungsbrunch, wir danken ganz herzlich der Kulm für die tolle Unterbringung und Bewirtung, Paul und Hapü für das anregende Programm und allen die Essen mitbrachten, die Info streuten, mit aufgeräumt haben und da waren. Sendet uns gerne eure Ideen für den nächsten Vernetzungsbrunch – wir sind gespannt und bleiben dran!

Den SBB ein Stück sozialer machen!

Als Schwarz-Rote Bergsteiger_innen haben wir im Vorfeld zur letzten Mitgliederversammlung des Sächsischen Bergsteigerbundes (SBB) einen Antrag gestellt, der es u. a. Menschen in Erwerbsunfähigkeit, Altersgrundsicherung, ALGII-Bezug oder in Sozialhilfe für Asylbewerber:innen ermöglichen soll mit vermindertem Beitrag SBB-Mitglied zu werden. An einer Mitgliedschaft im SBB hängt dabei nicht nur der Zugriff auf Material-Ausleihe, Bibliothek, etc. sondern v. a. auch der Versicherungsschutz in den Bergen. Ohne eine entsprechende Versicherung sind Notfallbergung oder Rehabilitation nach Bergunfällen ggf. völlig unerschwinglich. Daneben sprachen sich zwei Anträge eines Pegida-Aktivisten im SBB für ein Verbot von geschlechtergerechter Sprache in allen Publikationen und Untergliederungen des SBB aus.

Wir haben uns in den letzten Monaten zusammen mit vielen befreundeten Bergfreund:innen über diese Anträge informiert und für die Mitgliederversammlung mobilisiert – mit Erfolg, wohl noch nie war eine Mitgliederversammlung des SBB so stark auch von jüngeren Mitgliedern mitgeprägt und auch geschlechtlich ging es diverser als sonst zu. Die Anträge zum Gender-Verbot wurden mit überwältigender Mehrheut abgelehnt, der Antrag auf eine sozialere Beitragsordnung ging durch.

Wir freuen uns, dass wir einen kleinen Beitrag zur Weiterentwicklung des SBB leisten konnten und werden das sicher auch in Zukunft weiter verfolgen.