
Wir durften dieses Jahr bei der Alpine Peace Crossing 2026
Die Tour verknüpfte eindrucksvoll historisches Gedenken mit aktuellen gesellschaftlichen Diskursen. Im Mittelpunkt stand nicht nur die jährliche Gedenkwanderung über den Krimmler Tauern. Bereits das begleitende Dialogforum setzte ein starkes Zeichen. Mit großem Engagement organisierte der Verein ein vielfältiges und inhaltlich beeindruckendes Programm. Vorträge von u.a. Martin Krist, Musik vom „Zelinzkis kleines Wanderorchester“, Poetry Slam von Mieze Medusa (Doris Mitterbacher) und die Wanderausstellung „

Auch wurde wieder mal deutlich, wie Gedenk- und Erinnerungskultur weit über das Gedenken an vergangene Ereignisse hinausgehen kann.
Die Veranstaltung erinnert an die Flucht von rund 5.000 jüdischen Überlebenden der Shoah, die 1947 den Krimmler Tauern überquerten. Ihr Weg führte über den Alpenpass nach Italien und schließlich in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina. Nach der nationalsozialistischen Verfolgung und angesichts des fortbestehenden Antisemitismus suchten sie einen Ort für einen Neuanfang. Lange blieb diese Geschichte weitgehend unbekannt.
Die Wanderung selbst war von einer besonderen Atmosphäre geprägt. Mit einer außergewöhnlich großen Zahl an Teilnehmenden bewegte sich die Gruppe gemeinsam entlang der historischen Fluchtroute. Das gemeinsame Unterwegssein verlieh dem Gedenken eine besondere Intensität. Geschichte wurde hier nicht nur erzählt, sondern gemeinsam gegangen, diskutiert und weitergetragen.

Darüberhinaus konnten uns mit Initiativen, Kollektiven und engagierten Einzelpersonen zu vernetzen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Erinnerungskultur auseinandersetzen.

Das Alpine Peace Crossing 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig Erinnerungskultur sein kann. Die Verbindung von historischem Gedenken, gesellschaftlichem Dialog und internationalem Austausch machte die Veranstaltung zu einem eindrucksvollen Zeichen dafür, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine wichtige Grundlage für eine emanzipatorische und solidarische Zukunft bleibt. Stark, dass Menschen sowas auf die Beine stellen und wir dabei sein konnten. Alerta.








