Langlauftour/Winterwanderung am 22.2. in Altenberg

Wir wollen gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Educat am 22. Februar endlich mal wieder eine Gedenktour machen. Es soll dieses mal nach Altenberg gehen. Dort fand 1935 in der Schneise 31 eine Schießerei statt. Wir werden uns mit der Geschichte der vier antifaschistischen Kuriere, die von der Gestapo in eine Falle gelockt wurden, beschäftigen und die entsprechenden Orte aufsuchen. Dazu haben wir eine Tour und Input vorbereitet. Da Altenberg ja eine wunderbare Region für Langlaufski ist würden wir diese Tour sehr gern auf Ski begehen, zwar hat es letzte Woche endlich in Altenberg geschneit, aber es ist immernoch recht unklar, ob Ende Februar die Bedingungen so sind, dass man Ski fahren kann. Davon lassen wir uns aber nicht abhalten und würden falls nicht ausreichend Schnee liegt das einfach als Winterwanderung machen, dazu würden wir vorher nochmal Bescheid geben.
Für die Tour treffen wir uns am 22. Februar um 10:45 am Bahnhof Altenberg (Bus 360 aus Richtung Dresden kommt 10:44 an). Bringt warme Klamotten mit, die Inputs sollen nach Möglichkeit draußen stattfinden.

Kalender für 2020 sind da!

Unsere Fotokalender 2020 sind da!

Die Schwarz-Roten Bergsteiger_innen präsentieren wieder ihr Jahr 2020 in 35 Bildern. Zu sehen gibt es Aufnahmen aus dem Elbsandsteingebirge, von Aktionen in Dresden und Chemnitz, von Ausfahrten in Spanien, Italien, Slowenien, Katalonien und Griechenland. Eingeleitet wird der Kalender in diesem Jahr mit einem Text zu Anarchismus und Bergsport. Ein Muss für alle libertären Bergsportler_innen! Weiter lesen „Kalender für 2020 sind da!“

Der Stand der Dinge zum Libertären Zentrum

Die Suche nach einem Ort an dem wir langfristig plenieren, sein und von dem aus wir touren können hatten wir uns als Schwerpunkt für 2019 gesetzt. Nun ist vieles passiert und wir sind einige Schritte auf diesem Weg vorangekommen; vielleicht nicht immer so zielgerichtet wie wünschbar oder so schnell wie denkbar, aber trotzdem voran!
Daraufhin wurde offensichtlich, dass wir 2020 wieder mehr Augenmerk auf das legen wollen, was die SRB in den vorangegangenen Jahren getan hat; Mehr Touren, mehr Bergsport, mehr Zeit draußen und vor Ort anstelle beim Notar oder am Schreibtisch beschäftigt mit Bürokratie.

2019 hat uns mit einigen Kontroversen auch im Kontakt mit dem Verkäufer des von uns angestrebten Objekts dahin gebracht, die Kampagne für ein Libertäres Zentrum in der Sächsischen Schweiz mit der Erstberatung beim Mietshäuser Syndikat einen entscheidenden Schritt voranzubringen. (Danke an die ehrenamtlichen Tätigkeiten der Beratung Dresden!) Weiter lesen „Der Stand der Dinge zum Libertären Zentrum“

Der Stand der Dinge zum Libertären Zentrum

Von vielen Seiten kamen in den letzten Monaten Fragen dazu, wie der Stand der Dinge auf dem Weg zur Etablierung des angepeilten Libertären Zentrums in der Sächsischen Schweiz ist.

Nachdem wir die Aktion auch nach außen getragen hatten, da wir nach wie vor Unterstützung und Mithelfende, Mitdenkende, Mitfinanzierende und später vermutlich auch Mitbewohnende suchen, damit das Projekt realisiert werden kann, erreichten uns viele Angebote, übers Wochenende bei der Sanierung mitzuhelfen oder anderweitig auf der Baustelle mit anzupacken. Weiter lesen „Der Stand der Dinge zum Libertären Zentrum“

Vortrag: „Women on the rocks“ von Queerclimb

Am 5. April um 19h im PlatzDa in Dresden-Löbtau

Klettern und Bergsteigen aus einer geschlechterhistorischen Perspektive.

Der Name Reinhold Messner ist dir selbstverständlich bekannt, aber von Lucy Walker hast du noch nie etwas gehört? Wusstest du, dass der Schwierigkeitsgrad einer berühmten Route herabgesetzt wurde, nachdem einer Klettererin die Begehung gelungen ist? Viele Alpenvereine verwehrten über lange Zeit hinweg Frauen den Zutritt. Die Leistungen von Bergsteigerinnen und Kletterinnen wurden jahrzehntelang unsichtbar gemacht und geschmälert.

Dieser Vortrag will sie ins Licht rücken und aktiv “Herstory” erzählen.

Zahlreiche im Bergsport aktive Frauen, welche die Entwicklung des Kletterns geprägt haben, ausgehend vom 18. Jahrhundert bis zum heutigen Tag, werden vorgestellt.

Multimedialer Input-Vortrag mit anschließender Diskussion und
Literaturempfehlungen.

Die Veranstaltung findet diesmal auf Deutsch statt.

Soliaufruf: Libertäres Zentrum Elbsandstein – Mit dir vielleicht bald Realität?

Wie viele von euch schon wissen arbeiten die Schwarz-Roten Bergsteiger_innen, AG der FAU Dresden, seit mehreren Jahren auf ein eigenes, libertäres Zentrum im Elbsandsteingebirge hin. Uns stand seit längerem dabei v.a. die Immobilienentwicklung im Weg. Nun sind wir aktuell in Verhandlungen über ein vielversprechendes Gelände – um unsere Konzepte umzusetzen brauchen wir aber noch Unterstützung. Vielleicht deine?

Das Konzept

Häuser im Elbsandsteingebirge
Symbolbild

Wir wollen ein mehrteiliges Konzept bestehend aus einem Wohnprojekt mit mehreren WGs, Bauwagenfläche, Gästezimmern für regelmäßige Unterstützer_innen aus der Stadt, Urlaubsdomizil für Menschen aus der anarchistischen Bewegung, Seminarhaus, Bibliothek/Infoladen, Werkstätten, kleiner Agrarbereich (v.a. Obst).

Vor Ort wollen wir Anlaufpunkte für Arbeits- und Erwerbslosenberatung, Treffpunkte für Frauen, trans_ und inter_ Personen, Rentner_innen, Jugendliche und Geflüchtete schaffen. Neben einem guten Leben auf dem Hof wollen wir ein Ort für (internationale) Vernetzung und den Aufbau lokaler, anarchistischer und antifaschistischer Strukturen sein.

Gelände und Umgebung

Das Gelände, welches wir ganz konkret im Blick haben, ist landschaftlich sehr schön gelegen, nicht direkt im Ort, unter 2h von Dresden erreichbar und besteht aus historischer Bausubstanz. Es gibt sehr viel zu bauen, und trotzdem wird es voraussichtlich recht schnell Möglichkeiten zum Wohnen geben.

Die nächsten Wander- und Kletterziele sind 10-15 Minuten entfernt und das Gelände ist ein guter Ausgangspunkt für diverse Touren. In der Umgebung kennen wir bereits einige alternativ tickende Menschen und Projekte. Jobs in der Nähe lassen sich vermutlich vor allem im Bereich Gastronomie, Tourismus, soziale Arbeit, Handwerk und Forstwirtschaft finden.

Wie kannst du unterstützen?

Damit dies alles nicht nur ein schöner Traum bleibt, kannst du uns auf verschiedene Weisen unterstützen. Wir brauchen u.a. Hilfe bei der Einrichtung der Rechtsformen, Anrufen bei Behörden, Erstellung eines Business-Plans, Einwerbung von Direktkrediten, Aufbau eines Förderkreises, Baumaßnahmen, Bewerbung, Umsetzung von lokaler Arbeit oder Veranstaltungen.

Schraffur eines Hofes
Ein Hof im Elbsandsteingebirge

Daneben suchen wir noch Menschen die dort wohnen oder sich Halbzeit mit anderen ein Zimmer oder einen Wagen teilen möchten.

Wenn dich die Idee anspricht, kannst du uns eine Mail schreiben, welche Fragen du hast oder welche Bereiche dich interessieren. Gern kannst du auch Gruppenmitglied werden.

Interesse geweckt? Schreib uns einfach eine Mail an akfreizeit[ät]riseup[pünkt]net

Soligelder per Überweisung gern an folgendes Konto:

Allgemeines Syndikat Dresden
IBAN: DE11 8306 5408 0004 8128 91
BIC (SWIFT-Code): GENODEF1SLR
Kreditinstitut: VR-Bank Altenburger Land EG
Verwendungszweck: Libertäres Zentrum

Die SRB-Kalender für 2019 sind da!

In diesem liebevoll gestalteten Kalender teilen die SRB mit über 35 Fotos ihre Erlebnisse aus dem letzten Jahr. Es gibt Sandstein, Aktionen und Hochgebirge zu sehen. Die Einnahmen unterstützen die Aktionen für das nächste Jahr.

Beides lässt sich am 20.12. im Nachbarschaftscafé „PlatzDa!“ auf der Wernerstraße 21 erstehen, weitere Möglichkeiten teilen wir auf Twitter und auf Anfrage per Mail gerne mit.

Gedenkplatte am Hirschgrund erneuert

Neue Gedenkplatte am Hirschgrund

 

Alte Gedenkplatte, Quelle: AKuBiZ e.V.

Im Dezember 2017 war am Hirschgrund nahe Rathen ein Gedenkstein für ein antifaschistisches Widerstandstreffen 1933 gestohlen worden¹. Nun wurde dieser durch die Schwarz-Roten Bergsteiger_innen (SRB), einem Bergsportverein der Basisgewerkschaft FAU Dresden, mit einer neuen Gedenkplakette ersetzt. Im Elbsandsteingebirge verschwinden immer wieder Gedenkzeichen, die an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern.

 

Enthüllung der neuen Gedenkplatte

Die Gedenkplakette erinnert an ein Treffen antifaschistischer Bergsportler_innen der „Vereinigten Kletterabteilung“. Diese waren eine v. a. kommunistisch geprägte Abspaltung der Naturfreunde. Sie trafen sich im März 1933 am nahen Gipfel „Hirschgrundkegel“, um u. a. die Rettung bedrohter Menschen über die Grenze und die illegale Einführung oppositioneller Schriften ins Deutsche Reich zu planen. Der alte Wortlaut wurde auf der neuen Gedenktafel umformuliert: „Wir wollten den Inhalt einerseits für uneingeweihte Wanderer_innen verständlicher machen, andererseits nicht nahtlos den Wortlaut des DDR-Gedenkdiskurses anknüpfen.“, so Marina Wagner, Mitglied der SRB.

Vor ca. 30 Interessierten gab es bei der Einweihung einen kleinen Input zur Geschichte der VKA und ähnlicher Gruppen in der Region

Die Vereinigte Kletterabteilung war nur eine von mehreren Gruppen, die in dem Gebiet des Elbsandsteingebirges Widerstand leisteten. Gleichzeitig war der Landkreis mit drei frühen KZs, einer Reihe von Gefängnissen, drei Aussenlagern des KZs Flossenburg, der Tötungseinrichtung Sonnenstein und einem verzweigten Netz von Lagern für zivile Zwangsarbeiter_innen und Kriegsgefangene auch Schauplatz tausender nationalsozialistischer Verbrechen und Morde. Marina Wagner: „In der lokalen Geschichtsbetrachtung, aber auch in den geschichtlichen Anekdoten über die Region, wie wir sie bspw. auf Karten, Wander- und Kletterführern finden, nimmt dieses dunkle Kapitel keinen Raum ein. Das ist angesichts einer Reihe von Treffpunkten, Geschäften und Gruppen des nationalsozialistischen Milieus heute mehr als bedenklich.“

Bei einem Straßenfest der FAU in Bad Schandau am 2. Juni 2018 war der genutzte Platz im Vorfeld mit Hakenkreuzen und nationalsozialistischen Parolen beschmiert worden. Beim selben Straßenfest und Demonstrationen der FAU am 1. Mai 2017 in Pirna und am 24. August 2018 in Struppen wurden die Teilnehmenden u.a. von Aktivisten des national-sozialistischen Hausprojektes „Haus Montag“ bedroht.

Einen Überblick über Gedenkorte und Geschichte der Region vermittelt der Online-Atlas „Gedenkplätze“ des AKuBiZ e.V. aus Pirna².

¹ https://www.sz-online.de/nachrichten/gedenktafel-am-hirschgrund-3880625.html
² https://www.gedenkplaetze.info

Dorf-Umzug durch Struppen am 24.08.: Solidarität statt Ausgrenzung!

Liebe KollegInnen und NachbarInnen,

die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft ist besorgniseregend: AfD und NPD – deren Mitglieder sich immer wieder positiv auf den Nationalsozialismus beziehen – haben bei der Bundestagswahl in unserem Kreis mancherorts 46% der Stimmen geholt. Gleichzeitig wird mit dem aktuell entworfenen Polizeigesetz auf Zustände hin gearbeitet, welche die bescheidenen demokratischen Freiheiten nach zwei Diktaturen wieder zu beerdigen drohen.

Während die AfD allerorten Panikmache betreibt und mit freundlicher Hilfe der CSU mit ihren Themen den Diskurs bestimmen kann, bleiben dagegen wesentliche Themen auf der Strecke, zu denen die Partei nichts zu sagen hat: Frauenrechte, ständige Prekarisierung des Arbeitsmarktes (bspw. Leiharbeit, Scheinselbstständigkeit, Befristungen), Pflegenotstand, Unterfinanzierung der Bildung, Kinder- und Altersarmut, Ausbau zum Überwachungsstaat – um nur einige zu nennen. Weiter lesen „Dorf-Umzug durch Struppen am 24.08.: Solidarität statt Ausgrenzung!“

Bergsteiger_innen gedenken Ende des Nationalsozialismus in hinterer Sächsischer Schweiz

Morgens am 8. Mai startete eine Wander- und Klettergruppe, um an den Kletterfelsen „Friedensturm“ und den „Bärenhörnern“ an das Ende des NS-Regimes zu erinnern und dieses zu feiern. In einer nahe gelegenen Boofe hatten sich 1945 vier Bergfreund_innen versteckt, um dem Einzug in die Armee zu entgehen. Die Aktion findet seit 2016 in Absprache mit zwei noch lebenden Betroffenen statt. Die Feier läutete gleichzeitig die „Alternativen Veranstaltungstage Elbsandsteingebirge“ ein.

Los ging es 10 Uhr in Schmilka. Den Teilnehmenden wurde die Geschichte von Franz und Dora Ruge, ihrem Sohn Hans und Neffen Günther Keil vorgestellt. Im April 1945 flüchtete die Familie in die „Siebenschläfer-Boofe“, damit Günther und Franz kurz vor Kriegsende nicht noch in einen sinnlosen Krieg ziehen mussten. Dora und Hans waren bereits in den 30ern für die KPD im Widerstand aktiv gewesen. Am 8. Mai 1945 erfuhren die vier von der Kapitulation. Zur Feier des Tages gab es Plinsen. Hans und Günther bestiegen einen bis dato unerschlossenen Gipfel und nannten ihn „Friedensturm“.

In der Siebenschläferboofe erfuhren die Teilnehmenden der Kletterexkursion mehr über die Bedingungen für die Versteckten während des letzten Kriegsmonats. Erneut wurde dieser denkwürdige Tag mit dem Verzehr von Plinsen eingeleitet und mit dem Erklimmen des Friedensturms gefeiert. Auf dem Gipfel wurde ein Foto für Hans Ruge und Günther Keil geschossen, denen es die Kondition nicht mehr erlaubt bis zum Gipfel zu kommen. Thematisiert wurden aber auch die vielfältigen, aktuellen Neo-Nazi-Strukturen in der Region, um deutlich zu machen, dass der Kampf gegen nationalsozialistisches Gedankengut noch immer nicht vorbei ist.

Mit der Feier beginnt ein alternativer Veranstaltungsmonat mit Lesungen, Vorträgen, Konzerten im Kreis SOE. Schon am Freitag folgt die nächste Veranstaltung. Dann wollen ca. 30 Musiker_innen des linken Straßenmusikverbundes RAK (Rotzfreche Asphaltkultur) in Sebnitz, Königstein und Pirna gegen den anhaltenden Rechtsruck anfideln. Am Samstag wird es eine Gedenkwanderung zum ehemaligen KZ und Kriegsgefangenenlager Burg Hohnstein geben.

Weitere Veranstaltungen und Infos finden Sie auf www.elbi.cc