Gedenken an den 27. Januar in Stadt und Land

Am 27. Januar gedachten wir mittags, parallel zu Aktionen des AKuBiZ e.V. in Porschdorf an dem ehemaligen KZ-Außenlager Schwalbe III den Opfern des Faschismus. Hier forderten Haftbedingungen, Misshandlungen und schließlich der Todesmarsch nach Oelsen ca. 120-140 Tote, obwohl das Lager nicht einmal drei Monate bestand. Die Schwarz-Roten Bergsteiger_innen und das AKuBiZ haben in den letzten Monaten weiter zu dem Lager geforscht und bereiten gerade eine aktualisierte Publikation vor.

Gemeinsam erstieg unsere Seilschaft dafür den Gipfel „Bahnhofswächter“, dieser hatte der SS-Wachmannschaft während des Lagerbestehens höchstwahrscheinlich als Wachposten gedient.

Hier legten wir einen Kranz nieder und warteten auf die restlichen Gedenkrundgangsteilnehmer_innen. Gemeinsam trafen wir uns dann im Tal und gingen die Spuren von Haft und Zwangsarbeit ab, die sich auf mehrere Kilometer Länge im Polenztal verteilen. Dabei berichteten wir, was unsere Forschung bis jetzt ergab und verlasen Erinnerungen von Zeitzeug_innen. Gemeinsam trauerten wir schließlich und legten noch einmal Blumen ab.

Für einige von uns ging es danach direkt weiter zum Gedenkrundgang in Dresden-Löbtau. Hier versammelten sich ca. 40 Nachbar_innen um gemeinsam Stationen von Widerstand und Verfolgung zu erkunden. Mitglieder und Freunde der Antifa-Initative Löbtau und der FAU verlasen O-Töne und Forschungsergebnisse, gingen aber auch auf Schwierigkeiten und bevorstehende Aufgaben bei der Geschichtsforschung ein. Die SRB stifteten hier einen Kranz für das Mahnmal welches an die Bergsportler_innen, Kommunist_innen und Künstler_innen Fritz Schulze und Eva Schulze-Knabe erinnert.

Im Anschluss wurde die Runde noch gemeinsam ausgewertet und Ideen für zukünftige Gedenkaktionen gesammelt.

[ssba]

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